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Certina Uhren

Markenzeitmesser im Wandel der Zeit: Anfänge in der Schweiz und Etablierung der Marke

Die Ursprünge der Certina Uhren reichen bis in das Jahr 1888 zurück, als die Brüder Adolf und Alfred Kurth in Grenchen am Fuße des Jura in der Schweiz ihre damals noch kleine Uhrenproduktion gründeten. Die erste Werkstatt für Certina Uhren war ein Anbau des Elternhauses und beschäftigte drei Mitarbeiter, doch der große Erfolg des jungen Unternehmens machte bald darauf erste Erweiterungen möglich und so wurden weitere Mitarbeiter eingestellte und neue Räumlichkeiten erworben. Erst 1906 gaben die Brüder dem Unternehmen dann endlich einen Namen. Doch hieß die Firma danach keineswegs Certina, sondern Grana, was als Abkürzung für den Lateinischen Namen Grenchens, „Granacus“, stehen soll. In den 1920ern stießen Alfred Kurths Söhne Erwin und Hans hinzu. Im darauffolgenden Jahrzehnt begann sich dann, der Name Certina zu etablieren, der 1939 offiziell registriert wurde. Zurückgehen soll der seit 1949 alleinige Name der Marke auf das lateinische Wort „certus“, was soviel wie „sicher“ bedeutet, Der neue Markenname setzt sich international wegen der leichten Aussprache und dem ebenfalls vom lateinischen „certus“ abgeleiteten englischen Wort für „sicher“ oder „bestimmt“, also „certain“, durch.




 

Die Certina DS-Reihe – Automatikuhren für alle Lebenslagen

1959 brachte Certina dann seine erste Uhr mit Certina-DS-Konzept auf den Markt. Certina DS war ein wegweisendes Armbanduhren Modell: eine Automatikuhr mit extrem hoher Stoßsicherheit und einer Wasserdichtigkeit von 20bar, also 200m Wassertiefe.

Diese wurde nicht zuletzt durch die namensgebende „Double Security“ der Krone erzielt, die nicht wie bei anderen Armbanduhren einfach herausgezogen werden kann, sondern losgeschraubt werden muss. Wegen ihrer enormen Belastbarkeit war die Certina DS ein Jahr nach ihrer Markteinführung bei der Erstbesteigung des Dhaulagiri, eines 8167 Meter hohen Berges im Westen Nepals, dabei und meisterte all die äußeren Belastungen problemlos.

Doch auch unter Wasser konnte sich die Uhr bald beweisen, denn fünf Jahre nachdem sie sich in schwindelerregende Höhen gewagt hatte, tauchte die Certina DS ab und zwar mit der U.S. Navy, deren Forscher und Taucher die Uhr im Zuge ihres Unterwasserforschungsprojekt Sealab II einsetzten und auf ihre absolute Zuverlässigkeit schworen.

1969 wurde auch die Certina DS-2 Super PH 500 M einer besonders harten Bewährungsprobe unterstellt, als sie von der NASA während des Experiments Tektite eingesetzt wurde, bei dem vier Wissenschaftler zwei Monate lang unter ständiger Beobachtung in unter Wasser befindlichen Wohntanks zubringen mussten. Ein Jahr später ging es dann für die Certina DS-2 Chronolympic noch einmal hoch hinaus und steil bergab, als sie den japanischen Skifahrer Miura bei einer Abfahrt von einer Starthöhe von 8000m auf 7000m begleitete. Auch andere berühmte Sportler wie der belgische Rennfahrer Roger de Coster, Motorradrennfahrweltmeister Thomas Lüthi oder Boxlegende Muhammad Ali schworen auf ihre Certina DS-Modelle. 2004 brachte Certina dann das Modell Certina DS-3 1000m auf den Markt, das selbst einer Wassertiefe von 1000m standhält. Ein weiterer Meilenstein für die Automatikuhren von Certina.

1970er bis heute: Weitere Erfolge und Innovationen

Die 1971 auf den Markt gebrachte Certina Uhr Biostar war die erste Uhr, die den Biorhythmus des Trägers erfassen und anzeigen konnte. 1983 trat Certina der SMH-Gruppe bei, die im selben Jahr von Nicolas G. Hayek gegründet worden war. Der seit 1999 als The Swatch Group Ltd. bekannte Uhrenkonzern ist Weltmarktführer und Certina deckt innerhalb des Konzerns das Spektrum der Sportuhren des mittleren Preissegments ab. 1995 kommen die Modelle der Reihe Cascadeurauf den Markt, die mit ihrem Design noch einmal die enge Verbindung von Certina zum Motorrennsport unterstreichen.

Zum 125jährigen Jubiläum im Jahre 2013 kommen drei neue Werke auf den Markt – darunter des Automatikkaliber Certina Powermatic 80 mit einer Gangreserve von bis zu 80 Stunden.