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Gangabweichung bei einer Automatikuhr

Warum kommt es zu Gangabweichungen bei einer Automatikuhr?

Die Ganggenauigkeit bei einer Automatikuhr hängt grundsätzlich weniger von ihrer eigenen Funktion und ihrem Mechanismus ab, der im Grunde nahtlos funktioniert, sondern von der Tragegewohnheit des Menschen. Die mindere oder höhere Aktivität des Menschen, sogar der Charakter (ob ruhiger oder lebhafter) und das eigene Wesen bestimmen demnach die Gangtoleranz der Uhr.

Das kann durchaus eine Zeitabweichung von mehr als 30 Sekunden pro Tag ausmachen, da die Gangtoleranz bei Automatikuhren sich dann doch von Quarzuhren unterscheidet. Aktivere Menschen können sich daher über eine höhere Ganggenauigkeit ihrer Uhr freuen.

Die geeignete Lagerung der Automatikuhr über Nacht kann dem entgegenwirken und kleinere Gangabweichungen wieder ausgleichen. Beispielsweise kann die Uhr auf das Ziffernblatt gelegt werden, dass der Widerstand für die Unruh am geringsten ist und die Uhr wieder schneller läuft. Die Unruh ist dabei ein Bauteil des mechanischen Uhrwerks und dient als Gangregler. Sie besteht aus einem Unruhreif mit Spirale und Achse.
Steht die Krone dagegen oben, während die Unruh eine hängende Position hat, wird mehr Widerstand auf den Rotor ausgeübt, die Uhr geht langsamer.
Je nach Tragegewohnheit lässt sich also durch die Lagerung der Uhr über Nacht die Ganggenauigkeit beeinflussen.

 


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